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Wann lohnt sich eine Fahrradversicherung?

Wann lohnt sich eine Fahrradversicherung?

Fahrradversicherung

Die Deutschen fahren gerne Fahrrad. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist mindestens einmal pro Woche mit dem Drahtesel unterwegs.1 Umso ärgerlicher ist es, wenn einem das gute Stück geklaut wird. Im Jahr 2016 passierte das mehr als 330.000 Mal – das macht pro Tag 900 gestohlene Fahrräder! Dass ein Diebstahl aufgeklärt wird, ist leider relativ unwahrscheinlich.2 Deswegen ist ein guter Versicherungsschutz umso wichtiger.

Das Fahrrad nur kurz vor dem Supermarkt abgestellt, erleiden viele bei der Rückkehr dasselbe Schicksal: Da wo eben noch der geliebte fahrbare Untersatz stand, liegt jetzt nur noch ein kaputtes Schloss. Besonders ärgerlich ist so ein Diebstahl, wenn der Besitzer jeden Tag auf sein Rad angewiesen ist. Handelt es sich dann auch noch um ein teures Rennrad oder E-Bike, ist die Katastrophe perfekt.

Haftpflicht-, Hausrat- oder Zusatzversicherung?

Wird ein Fahrrad am Haus, der Wohnung, aus Garage oder Keller geklaut, greift oftmals die Hausratsversicherung. Falls das nicht der Fall ist, wenden sich viele Betroffene hoffnungsvoll an die Haftpflichtversicherung. Diese ist jedoch nur dann zuständig, wenn durch einen Fahrradunfall eine dritte Person beziehungsweise deren Fahrrad zu Schaden kommt. Wer sein eigenes Rad auch außerhalb seines Zuhauses schützen möchte, kann im Rahmen der Hausratsversicherung eine Zusatzversicherung abschließen. Die kann unter Umständen aber ganz schön teuer ausfallen. Die Höhe bemisst sich nach regionalem Diebstahlrisiko. In der Fahrradhochburg Münster, in der entsprechend auch viele Fahrräder geklaut werden, kann eine solche Versicherung dann schnell mal bei 350 Euro pro Jahr liegen.3 Voraussetzung für einen Schadensausgleich ist außerdem, dass das Rad ordentlich gesichert war. Ein einfaches Rahmenschloss reicht dafür beispielsweise nicht aus.

Vergleichen lohnt sich!

Neben der Möglichkeit einer Zusatzversicherung kann man aber auch spezielle  Fahrradversicherungen abschließen. Diese zahlen wie die Hausratsversicherung bei Diebstahl und Raub, decken darüber hinaus aber meist auch Reparaturen nach Vandalismus oder einem Unfall ab. Der höhere Leistungsumfang bedeutet aber nicht unbedingt auch höhere Kosten. Je nach Wohnort können durch eine Fahrradversicherung sogar ein paar Euro gespart werden. Eine ordentliche Recherche oder fachmännische Beratung lohnt sich also, um die Versicherung zu finden, die am besten zu einem passt. Wichtig ist auch, das Kleingedruckte in den Verträgen zu lesen. In Manchen Fällen sind beispielsweise bestimmte Fahrradschlösser vorgeschrieben, um den Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten. Gut zu wissen: Laut Stiftung Warentest sind Bügelschlösser die sichersten und auch bereits für 30 Euro zu haben.4      

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Damit es erst gar nicht zum Diebstahl kommt, können Fahrradbesitzer einige risikosenkende Maßnahmen ergreifen. Neben einem stabilen Fahrradschloss sollte man darauf achten, sein Fahrrad nicht nur ab-, sondern auch irgendwo anzuschließen. Ist gerade kein Fahrradständer in der Nähe, können Straßenschilder, Laternen oder Gitter helfen – aber bitte nur da, wo es auch erlaubt ist! Holzzäune sind übrigens keine empfehlenswerte Alternative. Zusammen mit dem Schloss werden diese auch schnell mal durchgesägt. Oft sind Fahrraddiebe aber nur auf eine Schlossart spezialisiert, das heißt ein zweites Schloss verringert das Diebstahlrisiko bereits erheblich. Prinzipiell gilt: Schlösser sollten nicht auf dem Boden aufliegen, um Dieben keine Auflagefläche für ihre Werkzeuge zu bieten. Stattdessen platziert man sie besser möglichst hoch am Rahmen.

Nichtsdestotrotz bieten diese Sicherheitsmaßnahmen keinen hundertprozentigen Schutz. Wem sein Drahtesel am Herzen liegt, sollte sich auf jeden Fall über eine Fahrradversicherung informieren.

 
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