50 Kilometer, die Hoffnung schenken
|

Köln, 24.06.2026. Manchmal verändert ein einziger Moment alles. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, gerät nicht nur sein eigenes Leben aus der Bahn. Auch für Eltern, Geschwister und Angehörige beginnt eine Zeit voller Sorgen, Unsicherheit und Herausforderungen. Krankenhausaufenthalte, lange Behandlungen und die Angst um das eigene Kind bestimmen plötzlich den Alltag.
Gerade in diesen schweren Momenten sind Orte wichtig, die Hoffnung schenken und Familien Halt geben.
Gemeinsam mehr bewegen
Unter dem Motto »Gemeinsam mehr bewegen« haben sich zwei Kollegen aus dem Kölner OVB-Stammsitz, Hendrik Dahmann und Till Weber, gemeinsam mit ihren Frauen Julia und Heike einer außergewöhnlichen Herausforderung gestellt. Am 6. Juni nahmen sie am Ironwalk Köln/Eifel teil und absolvierten erfolgreich die anspruchsvolle 51,8 Kilometer lange Strecke von Brühl nach Rheinbach.
Die Route führte größtenteils über den historischen Römerkanal-Wanderweg durch die reizvolle Landschaft zwischen Köln und der Eifel, mit einem ganz besonderen Ziel vor Augen.
Mit jedem Schritt unterstützten sie den Förderverein für krebskranke Kinder Köln e.V. und das Familienhaus in unmittelbarer Nähe der Kinderonkologie. Dort finden betroffene Familien kostenfrei ein Zuhause auf Zeit, Unterstützung im Alltag, menschliche Nähe und einen Ort des Austauschs, einen Ort, der Halt gibt, wenn das Leben aus den Fugen gerät.
Eine besondere Herausforderung für einen besonderen Zweck
Die Idee zur Teilnahme am Ironwalk entstand im Freundeskreis von Hendrik und Julia. Da sich Hendrik regelmäßig für Projekte des OVB Hilfswerks engagiert, war schnell der Gedanke geboren, die sportliche Herausforderung mit einer Spendenaktion zugunsten krebskranker Kinder zu verbinden, einem Thema, das beiden besonders am Herzen liegt.
Auch Susanne und Judith, die mit den Initiatoren eng befreundet sind, unterstützten die Idee von Beginn an. Aus der gemeinsamen Begeisterung für den Sport entwickelte sich Schritt für Schritt ein Spendenprojekt zugunsten des Familienhauses nahe der Kölner Kinderkrebsklinik.
Als Till und Heike, die ebenfalls für den Ironwalk angemeldet waren, von der Aktion erfuhren, stand für sie sofort fest, sich anzuschließen. So wurde aus einer persönlichen Initiative ein gemeinsames Engagement für den guten Zweck.
Kilometer voller Willenskraft
Was zunächst wie eine sportliche Herausforderung begann, entwickelte sich unterwegs zu einem echten Kraftakt.
»Die ersten Kilometer liefen gut«, erinnert sich Hendrik. »Doch spätestens ab Kilometer 37 wurde die Strecke zur mentalen und körperlichen Prüfung.«
Vor allem die letzten 15 Kilometer verlangten den beiden Frauen alles ab. Doch auch für Hendrik und Till wurden die letzten Etappen zu einer echten Bewährungsprobe. Aufgeben war für keinen von ihnen eine Option.
Immer wieder motivierte die beiden Paare der Gedanke an die Familien, für die sie unterwegs waren.
Till und Heike erreichten das Ziel nach beeindruckenden 9 Stunden und 49 Minuten.
Nach insgesamt 11 Stunden und 40 Minuten kamen auch Hendrik und Julia erschöpft, aber glücklich in Rheinbach an.
Mit jedem Schritt helfen
Bereits Wochen vor dem Start berichtete Hendrik in den sozialen Medien über die Spendenaktion. Während des gesamten Walks teilte er Fotos und Eindrücke über Instagram, Facebook und WhatsApp.
Die Resonanz war überwältigend.
Allein über ihre persönliche Spendenseite auf der Website des Fördervereins für krebskranke Kinder Köln e.V. konnten Hendrik und Julia rund 1.000 Euro sammeln. Hinzu kamen die erlaufenen Spenden der beiden Paare. Denn das OVB Hilfswerk spendete für jeden zurückgelegten Kilometer zehn Euro.
So kamen insgesamt mehr als 3.000 Euro für den guten Zweck zusammen.
Jeder einzelne Euro hilft dabei, Familien in einer der schwierigsten Phasen ihres Lebens zu unterstützen.
Danke für Eure Unterstützung
Solche Aktionen zeigen, was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen.
Die Unterstützung zahlreicher Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde sowie vieler weiterer Spenderinnen und Spender hat diese Hilfsaktion überhaupt erst möglich gemacht.
Hendrik und Julia möchten deshalb allen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen danken:
»Als wir in Brühl gestartet sind, hatten wir großen Respekt vor den 50 Kilometern. Unterwegs gab es Momente, in denen wir an unsere Grenzen gekommen sind. Was uns immer wieder motiviert hat, war der Gedanke an die Familien, denen wir mit dieser Aktion helfen können. Zu wissen, dass so viele Menschen unsere Spendenaktion unterstützt, mitgefiebert und gespendet haben, hat uns unglaubliche Kraft gegeben. Dafür möchten wir uns von ganzem Herzen bedanken. Jeder Euro, jeder motivierende Kommentar und jede Unterstützung haben uns geholfen, unser Ziel zu erreichen.«
Auch wir vom OVB Hilfswerk sagen Danke.
Manchmal sind es 50 Kilometer, die Hoffnung schenken. Und Menschen, die bereit sind, sie für andere zu gehen.




