113 Kilometer für den guten Zweck, auf dem Jakobsweg nach Santiago

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In Ferrol beginnt für Andreas, Petra und ihre Freunde der Camino Inglés. 113 Kilometer liegen vor ihnen.In Ferrol beginnt für Andreas, Petra und ihre Freunde der Camino Inglés. 113 Kilometer liegen vor ihnen.

Köln, im Juli 2026. Am frühen Morgen des 19. Juli geht es los. Inspiriert von ihren Freunden Patrick und Janice, die bereits von Porto nach Santiago gepilgert sind, starten unser Kollege aus der OVB Holding AG Andreas und seine Frau Petra gemeinsam mit ihnen in Ferrol auf den Camino Inglés.

Die erste Etappe hat es gleich in sich: 28 Kilometer führen die vier zunächst durch die Stadt und später durch die Eukalyptuswälder Galiciens bis nach Pontedeume.

Von Anfang an steht für Andreas und seine Frau fest: Sie wollen den Weg als Pilger erleben, dazu gehören auch die einfachen Pilgerherbergen. 

Und so lernen sie schon am ersten Tag eine wichtige Camino-Lektion: Geduld
Wer eines der begehrten Betten bekommen möchte, muss manchmal einfach warten.

Früh aufstehen lohnt sich: Sonnenaufgang über den Hügeln Galiciens.

Früh aufstehen lohnt sich: Sonnenaufgang über den Hügeln Galiciens.

In den nächsten Tagen geht es früh weiter. Teilweise starten die vier bereits um 5:30 Uhr, denn die Schlafplätze in den Herbergen sind begrenzt. 

Dafür werden sie mit stillen Morgenstunden, einem beeindruckenden Sonnenaufgang und den Landschaften Galiciens belohnt.

Auch die zahlreichen Höhenmeter gehören dazu.

Aber »Unterm Strich war uns das egal. Schließlich ist der Weg das Ziel.«, so Andreas.

Einfach weitergehen

Mit jedem Tag finden Andreas und seine Mitpilger mehr in ihren eigenen Rhythmus. Die Beine werden müde, die Wege führen immer wieder bergauf und bergab, doch ans Aufgeben denkt niemand.

Im Gegenteil: Gerade in der Einfachheit des Laufens entdeckt Andreas etwas, das im Alltag oft verloren geht.

»Einfach nur einen Fuß vor den anderen zu setzen, ist mega entspannend und entschleunigend.«

Und dann sind da die vielen Begegnungen am Wegesrand: ein italienisches Geschwisterpaar, drei spanische Freunde, die bereits mehrfach den Camino gegangen sind, ein deutscher Vater mit seiner Tochter oder ein spanisches Ehepaar, für das die letzten Kilometer aufgrund schmerzhafter Blasen zu einer echten Herausforderung wurden.

Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten, vereint durch ein gemeinsames Ziel.

Mit dem Glockenschlag am Ziel

Am fünften Tag liegen nur noch 15 Kilometer vor der Gruppe. Und plötzlich mischt sich Wehmut unter die Vorfreude.

»Man hatte sich gerade ans Laufen gewöhnt. Wir hätten durchaus noch einige Tage weitermachen können.«

Durch das Umland von Santiago und die moderneren Viertel der Stadt führt der Weg schließlich in die historische Altstadt und zum Platz vor die Kathedrale.

Pünktlich mit dem Glockenschlag um 12 Uhr erreichen die vier die Kathedrale von Santiago de Compostela.

Pünktlich mit dem Glockenschlag um 12 Uhr erreichen die vier die Kathedrale von Santiago de Compostela.

Auf diesem Platz kommen Pilgerinnen und Pilger aus allen Himmelsrichtungen zusammen, vom portugiesischen, französischen und englischen Jakobsweg.

»Alle hatten ein Lächeln im Gesicht. Egal, welchen Weg sie gegangen waren. Alle hatten dasselbe Ziel: die Kathedrale von Santiago de Compostela.«

Schritte, die auch anderen helfen

Mit ihrem Jakobsweg verbinden Andreas und Petra eine persönliche Herausforderung mit einem Anliegen, das beiden bereits seit Längerem am Herzen liegt: der Unterstützung der Menschen in der Ukraine.

Die beiden sammeln mit ihrem Camino Spenden für die Humanitäre Hilfe Overath e. V..

Die beiden sammeln mit ihrem Camino Spenden für die Humanitäre Hilfe Overath e. V..

Der Verein Humanitäre Hilfe Overath e. V. organisiert Hilfskonvois in die Ukraine und bringt dringend benötigte Unterstützung zu den Menschen vor Ort.

Andreas weiß aus eigener Erfahrung, was hinter diesen Hilfstransporten steckt: Einen der Konvois hat er bereits selbst in die Ukraine begleitet und sich dafür eigens Urlaub genommen.

Mit den 113 Kilometern auf dem Jakobsweg setzt er sein persönliches Engagement gemeinsam mit seiner Frau auf eine ganz andere Weise fort. Das OVB Hilfswerk Menschen in Not e. V. unterstützt die Spendenaktion mit 2.000 Euro aus dem eigenen Ukraine-Hilfsfonds.

So sind aus 113 Kilometern nicht nur viele persönliche Erinnerungen entstanden. Jeder Schritt trägt zugleich dazu bei, Hilfe dorthin zu bringen, wo sie dringend benötigt wird.

»Auch acht Wochen später ist dieser Weg für mich eine große, bleibende Erinnerung. Gleichzeitig bin ich sehr dankbar, dass ich gemeinsam mit meiner Frau Spenden für die Humanitäre Hilfe Overath erlaufen konnte.«

Und der nächste Weg? Der ist bereits im Kopf. 

Andreas und Petra möchten noch einmal nach Santiago pilgern, dann von Porto aus. Rund 270 Kilometer.

Buen Camino!

Wer die Ukraine-Hilfe ebenfalls unterstützen möchte

Spenden für die Hilfskonvois sind direkt an die Humanitäre Hilfe Overath e. V. möglich:

Humanitäre Hilfe Overath e.V. 
Bank: ​VR Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen
IBAN:  DE14 3706 2600 0003 3550 12
BIC: GENODED1PAF

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